34. Lebenstanz 2026: Wir haben getanzt, gehütet, gesungen, gebetet und gelacht
Beglückt und bereichert von dieser berührenden Zeremonie, dem 34. Lebenstanz 2027 in Lavaldieu, sind wir wieder im Alltag gelandet.
Dies ist die geträumte Botschaft des 34. Lebenstanzes, die ihre Wirkung nun entfaltet:
Im Schnittpunkt von gestern und morgen
finden wir uns in der Stille geborgen.
Frei von der Verführung der Bilder
lassen wir los und
Veränderung geschieht.
Wir, also rund 70 Menschen am Land, davon 19 zum ersten Mal, und einige einheimische Gasttänzer*innen sowie 14 dezentrale Tänzer*innen haben getanzt, gesungen, gehütet und das Leben gemeinsam gefeiert. Unter den besonderen Verhältnissen dieses Sommers mit großer Waldbrandgefahr sind wir achtsam mit der Natur gegangen und mussten auf offenes Feuer verzichten.
Gleichwohl ist es uns geglückt, mit sonnenerhitzten Steinen und heißem Wasser in schweißtreibenden Schwitzhütten zu beten – und statt Kindsfeuer galt es eine große Kerze zu hüten, die Gebete in den Stöckchen haben wir mit dem „Gong“ einer Klangschale bekräftigt. Diese neuen Erfahrungen zeigen uns, wie gut unsere Zeremonien auch unter geänderten Bedingungen wirken – das ermutigt uns für die Zukunft.
Im Nordwesten haben wir eine spezielle Tanzlinie „Next generation“ eingerichtet, auf der wir für die Weiterführung des Lebenstanzes geträumt und uns inspiriert haben. Dort sahen Tänzer*innen das Bild von Menschen, auch neuen, die den Tanz begeistert fortführen. Nach Russells plötzlichem Tod Anfang dieses Jahres hütet nun Rachel mit ihrem Mann das Land in Lavaldieu – sie hat ein neues Schild eingeweiht und in der Gastlinie mit ihrer Tochter auf berührende Weise wachgetanzt.
Vielen von uns ging auch die Hochzeit vor dem Altar im Osten zu Herzen, die am Donnerstagabend beim Yin Yang Tanz zelebriert wurde. Zwei Menschen aus unserem Kreis, strahlend schön im festlichen Gewand, gaben sich bei dieser schamanischen Trauung das Ja-Wort.